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Wie der Vater...

Fredi (57) begleitet Menschen auf ihrem letzten Weg – ein Kindheitserlebnis machte den Anfang.

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Der Weg zum Grabmacher

Fredi kann sich noch gut an den ersten Tod in seinem Umfeld erinnern. Als er 12 war, starb sein Großvater. Doch er geht damit anders um, als man von einem Zwölfjährigen erwarten würde.

Fredi beschreibt seinen ungewöhnlichen Umgang mit dem Tod seines Großvaters.

Bei so einem Verhalten im Kindesalter, ist es nicht verwunderlich, dass Fredi offener mit dem Thema Tod umgeht. Dieser Umgang macht es ihm wahrscheinlich auch einfacher, den Beruf des Grabmachers auszuüben. Für viele Menschen ist der Tod ein Tabuthema. Die meisten können sich den Beruf als Grabmacher nicht vorstellen.

Fredis Vater arbeitet nach seiner Pensionierung als Grabträger bei einem Bestatter aus Wolfenbüttel. Fredi schaute seinem Vater gerne über die Schulter bei der Arbeit. Er war nie abgeschreckt, sondern neugierig.

"Ich hab ihn besucht. Wenn ich wusste, 'Okay Papa ist da heute auf dem Friedhof‘, dann ist man da mal vorbei und hat um die Ecke geguckt. [...] 'Was passiert da jetzt?'"

Bevor Fredi Grabmacher wurde, war er viele Jahre bei der Berufsfeuerwehr. Aufgrund einer Krankheit wird er frühpensioniert. Fredi gibt nicht auf und sucht nach einer neuen Berufung. Diese findet er auch. Sein bester Freund spielt hierbei eine zentrale Rolle.

Fredi erklärt, wie er zum Grabmacher wurde.

Fredi bereut es nicht, diesen Weg zu gehen. Seine Arbeit bestmöglich zu verrichten, ist sein Ziel. Dass er den Hinterbliebenen mit seiner Arbeit eine Freude bereiten kann, treibt ihn an und erfüllt ihn. Seine Bemühungen bleiben nicht ungesehen. Die Menschen schätzen seine Arbeit und loben ihn. Auf dem Friedhof bleibt er ungestört. Er kann sich dadurch völlig auf seine Arbeit konzentrieren.

Fredi bei der Arbeit 1
Fredi bei der Arbeit 2
Fredi bei der Arbeit 3

Dennoch fällt ihm der Wechsel schwer. Fredi hat eine sehr starke Bindung mit seinen Kollegen von der Feuerwehr. Es macht ihm zu schaffen, dass er nicht mehr mit ihnen zusammenarbeiten kann.

Fredi beschreibt, wie es ihm mit dem Abschied von der Feuerwehr ging.

Arbeit eines Grabmachers: Tag 1

Viele Menschen wissen nicht, was ein Grabmacher eigentlich macht. Was ist der Unterschied zu einem Bestatter? Fredi erklärt seinen Beruf so:

"Ganz einfach. Wir sind die Zuarbeiter für die Bestatter."

Als Grabmacher wird Fredi von einem Bestatter beauftragt, wenn eine Beerdigung ansteht. Seine Hauptaufgabe ist es, das Grab für die Beisetzung vorzubereiten. Der Bestatter kann dann mit der Trauerfeier beginnen, sobald das Grab fertig ist. Fredis Abläufe sind relativ routiniert und verändern sich nicht. Doch wie genau läuft der gesamte Arbeitsprozess ab?

Die Arbeit wird begonnen und Fredi erklärt die ersten Schritte.

Für eine Bestattung nimmt sich Fredi immer zwei Tage. Am ersten Tag beginnt er mit den Vorbereitungen und am zweiten Tag geht es mit Schritten, wie dem Platzieren der Dekoration weiter. Als Erstes beginnt Fredi damit, die Laufbohlen um die Grabstätte zu platzieren, damit er die umliegende Erde nicht beschädigt oder Abdrücke von der Schubkarre hinterlässt. Dies trägt dazu bei, dass das Grab für den nächsten Tag ansehnlich bleibt und man keine Spuren der Arbeit sieht. Darauf erfolgt bereits das Ausgraben der Grabstätte.

Fredi erklärt, welchen Einfluss das Wetter auf seine Arbeit hat.

Es gibt für Begräbnisstätten gewisse Regularien. Fredi muss beispielsweise darauf achten, dass das Grab eine Tiefe von 80 Zentimetern hat. Fredi passt auch während seiner Arbeit darauf auf, kein anderes Grab zu treffen. Vor allem, wenn es sich um anonyme Gräber handelt, ist es für einen Grabmacher schwer einzuschätzen, ob sich an der Stelle bereits ein Grab befindet. Das kann dann zu skurrilen Momenten führen.

Zwischendurch muss Fredi überprüfen, ob er schon die angestrebte Tiefe erreicht hat.

Das Loch für eine Urne zu graben, dauert seine Zeit. Es gibt theoretisch maschinelle Abhilfen, die Fredi beim Ausheben eines Urnengrabes unter die Arme greifen würden, aber diese sind kostspielig. Fredi ist zwar nicht mehr der Jüngste, dennoch arbeitet er lieber selbst mit seinem Handbagger, auch wenn es dann mal länger dauert. Das Wetter ist für das Tempo ebenfalls entscheidend. Bei Regenwetter geht das Ausheben eines Grabes deutlich langsamer voran, als bei trockenem Wetter. Fredi arbeitet bei so einem Wetter auch eher ungern, wie er selber erklärt.

Fredi hat das Grab ausgegraben und macht sich direkt an die nächste Aufgabe.

Wenn Fredi das Grab ausgehoben hat, ist er immer noch nicht fertig. Als Nächstes werden die Grabmatten in das Grab gelegt. Diese Grabmatten sorgen dafür, dass das Grab eine gepflegte Optik erhält und die Erde nicht so schnell absackt. So werden die letzten Hinweise auf die Arbeit des Grabmachers verdeckt und die Grabstätte sieht ansprechend aus.

Fredi bei der Arbeit 1
Fredi bei der Arbeit 2
Fredi bei der Arbeit 3

Jetzt ist Fredi fast fertig mit seiner Arbeit für den ersten Tag. Er sammelt noch die Werkzeuge ein und räumt den Bereich um das Grab auf. Am nächsten Tag geht es dann mit der Dekoration weiter. Eine Sache hat er jedoch vergessen, die ihm im Zweifelsfall Ärger bereiten könnte.

Tag 1 ist fertig. Fredi packt zusammen, hat aber noch etwas vergessen.

Die Arbeit als Grabmacher ist nicht für jeden etwas. Neben der körperlichen Belastung, die die Arbeit mit sich bringt, muss der Grabmacher auch psychisch belastbar sein. Ständig mit dem Thema Tod konfrontiert zu werden, ist nicht für jeden Menschen einfach zu verkraften. Fredi erklärt, was ein Grabmacher mitbringen sollte.

Fredi erklärt, warum nicht jeder für die Arbeit als Grabmacher geeignet ist.

Arbeit eines Grabmachers: Tag 2

Einen Tag später findet schon die Bestattung statt. Fredi ist wieder früh am Morgen auf dem Friedhof, um die letzten Vorbereitungen zu treffen. Erstmal auspacken, danach widmet er sich schon der Grabstelle. Diese muss für die Zeremonie dekoriert werden und der Nachwurf muss auch bereitstehen für die Hinterbliebenen.

Fredi richtet erneut die Grabmatten und beginnt mit dem ersten Teil der Dekoration.

Fredi übt seinen Beruf schon lange aus. Wenn man ihn fragt, was ihm durch den Kopf geht, wenn er seine Arbeit verrichtet, erklärt er, dass er hofft, nicht auf ein anderes Grab oder auf Steine zu stoßen. Emotional schaltet er ab bei der Arbeit und es nimmt ihn nicht wirklich mit.

"Das ist ein Job wie jeder andere auch. Das ist nichts Besonderes."

Dennoch bleibt auch er nicht völlig unberührt. Es gibt Momente, in denen er auch mal ins Nachdenken gerät.

Das Umfeld von Fredi sorgt dafür, dass auch er sich mehr Gedanken macht, was das Thema Tod angeht.

Fredi lässt sich von solchen Gedanken jedoch nicht ablenken. Er hat einen Job zu erledigen und den möchte er bestmöglich verrichten. Die Dekoration der Grabstätte ist noch nicht fertig und wartet auf ihn.

Fredi kümmert sich noch um die letzten Teile der Dekoration, und dann kann er das Grab an den Bestatter übergeben.

Wenn Fredi fertig ist, werden noch Blumen und extra Dekoration von den Hinterbliebenen platziert. Fredi übergibt das Grab dann an den Bestatter und wartet, bis die Zeremonie vorbei ist.

das fertige Grab

Das Grab steht fertig für die Beisetzung.

Laut Fredi merkt man schon eine Veränderung, was das Thema Bestattungen angeht. Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Urnenbestattung anstatt für eine Erdbestattung. Dies hat auch Auswirkungen auf die Arbeit eines Grabmachers, da Urnengräber kleiner sind und somit weniger Arbeit machen. Ebenfalls merkt man, dass viel mehr Menschen ein anonymes Grab bevorzugen. Es ist einfacher für die Hinterbliebenen, da sie sich nicht um die Pflege des Grabes kümmern müssen.

Fredi merkt bei seiner Arbeit, dass sich die Gesellschaft über die Zeit ganz anders verhält, was das Thema Tod und Bestattungen angeht.

Fredi übernimmt auch die Aufgaben eines Bestatters und kümmert sich um die Zeremonie. Deswegen kennt er auch den Umgang mit den Hinterbliebenen noch einmal besser. Dabei ist ihm eines wichtig.

"Es ist etwas geschehen, was nicht alltäglich ist. Für sie ist etwas ganz Schreckliches passiert, und da ist es wichtig, dass man ihnen Zeit gibt."

Auch Fredi kann mental belastet sein. Nicht mal unbedingt durch seine Arbeit. Für ihn ist es wichtig, dass man darüber spricht, wenn einem etwas zu schaffen macht.
"Das was einem auf dem Herzen liegt, darüber muss man sprechen."
So geht er damit um, wenn er mal eine psychische Belastung verspürt. Seine Familie hilft ihm dabei. Durch seine Arbeit kennt seine Familie das Thema Tod gut und kann ihn unterstützen, wenn er es braucht. Er ist nicht alleine mit seinen Gedanken.

Wenn Fredi die Dekoration weggeräumt hat, kümmert er sich darum, dass das Grab wieder verschlossen wird. Auch seine Familie kennt die Abläufe gut. Kein Wunder also, dass sein Beruf einen gewissen Einfluss auf sein privates Leben und das seiner Familie hat.

Fredis Beruf begleitet ihn überall mithin. Auch im Privaten bleibt er allgegenwärtig.

Das Grab ist verschlossen. Fredi sammelt die letzten Werkzeuge und Reste der Beisetzung ein. Es ist ihm wichtig, dass er auch jetzt das Grab in einem guten Zustand verlässt. Wenn das geschafft ist, kann er sich auf den Heimweg machen. Wieder einen Auftrag erledigt.

Fredi hat es für heute geschafft. Der Auftrag wurde erfüllt.

Persönliche Gedanken

Fredis Sohn Leon, der ebenfalls in diesem Projekt zu Wort kommt, tritt in die Fußstapfen seines Vaters. Er wird Bestatter. Fredi ist stolz auf seinen Sohn und freut sich, dass er diesen Beruf ausüben will. So beschreibt Fredi, wie es für ihn war, als Leon ihm von seinem Berufswunsch erzählte.

Fredi berichtet von dem Moment, als sein Sohn meinte, er will Bestatter werden.

In seinem Leben gibt es viele Momente, die Fredi nie vergessen wird. Einige können schön sein, andere wiederum traurig. Was Fredi noch besonders im Gedächtnis geblieben ist, war ein Einsatz, den er noch als Feuerwehrmann hatte.

Diesen Einsatz mit der Feuerwehr wird Fredi nie vergessen können.

Es ist auch für Fredi schwer, alles zu schaffen, was von ihm verlangt wird. Auf die Frage hin, was die Gesellschaft seiner Meinung nach besser über Grabmacher beziehungsweise das Bestattungswesen wissen sollte, erklärte Fredi Folgendes:

"Man kann manchesmal nicht zaubern. Das ist leider so."

Oft werden von Grabmachern und Bestattern Dinge verlangt, die nicht zu erfüllen sind. Er versteht, dass die Hinterbliebenen in einer emotionalen Ausnahmesituation sind, dennoch kann er bei schweren Unfällen oder Ähnlichem niemanden wieder zum Leben erwecken. Für Fredi ist es dann wichtig, dass die Hinterbliebenen die verstorbene Person so in Erinnerung behalten, wie sie war. Das ist für Fredi eine wichtige, würdevolle Weise, mit dem Tod umzugehen.

Ein solcher Umgang war für Fredi auch nicht immer klar. Sein Beruf und die Verbindung mit dem Tod, sind Dinge, die ihm etwas Wichtiges über das Leben beigebracht haben. Fredi teilt als Abschluss seine gewonnenen Erkenntnisse.

Der Tod hat Fredi etwas Wichtiges über das Leben gelehrt.

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...so der Sohn

Leon (19) geht einen ähnlichen beruflichen Weg wie sein Vater. Dieser hat ihn bereits im jungen Alter dazu begeistern können.

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Vom ersten Kontakt bis zur Ausbildung

Leon, Fredis Sohn, kam schon früh mit dem Thema Tod in Berührung, da sein Vater in diesem Bereich arbeitet. Dies führte dazu, dass Leon eine andere Perspektive auf das Thema entwickelte als viele andere in seinem Alter. Dieses Umfeld von seinem Vater brachte Leon dazu, seinen jetzigen Weg einzuschlagen.

Leon konnte durch seinen Vater seine Begeisterung für die Arbeit eines Bestatters gewinnen.

Wie Leon schon berichtet hat, hat er sich schon früh für den Beruf des Bestatters interessiert und auch entschieden, diesen Weg einzuschlagen. Überraschenderweise waren viele seiner Freunde oder Mitschüler an seinem Berufswunsch interessiert und haben ihn unterstützt. Für sie war es zwar nichts Neues, dass Leon mit dem Thema Tod eine andere Verbindung hat, wegen seines Vaters, dennoch wollten sie mehr darüber erfahren. Manche wollten sogar bei der Arbeit mitkommen, um zu sehen, was ein Bestatter eigentlich macht.

Natürlich gab es auch Mitschüler, die abgeschreckt von dem Beruf des Bestatters waren. Leon selber meint, dass es einfach daran lag, dass sie sich mit dem Beruf nicht auseinandergesetzt haben und nicht wussten, was ein Bestatter eigentlich macht. Er weiß selber, dass das Thema Tod für viele ein Tabuthema ist und nicht gerne besprochen wird. Deswegen nimmt er es niemandem übel, wenn sie nicht so offen damit umgehen können wie er.

Manche seiner Freunde sind sogar so begeistert von der Arbeit des Bestatters, dass sie sich schon bereiterklärt haben, auf Abruf mitzuarbeiten, wenn Leon dann mal sein eigenes Bestattungsunternehmen hat.

Die Beziehung zu Fredi

Für Leon und seine Familie ist das Thema Tod nichts Ungewöhnliches. Durch Fredi sind sie schon früh damit in Berührung gekommen. Wenn Fredi von einer Bestattung nach Hause kommt, nimmt Leon es auch nicht auf, als wäre Fredi bedrückt.

"Also, das ist wirklich ganz normal. Das ist genauso wie jeder andere Job."

Leons Familie sieht es genauso. Man unterhält sich ganz normal über den Tag auf der Arbeit, als wäre es jeder andere Job auch.

Es gibt Momente, da ist auch Leon stolz auf seinen Vater.

In der Branche des Bestattungswesens gibt es viele Dinge, auf die man achten muss. Vor allem der Umgang mit den Hinterbliebenen ist ein wichtiger Punkt, der gelernt sein will. Leon erklärt, welchen Rat er von Fredi bekommen hat, um gut als Bestatter arbeiten zu können.

Eine wichtige Sache hat Leon durch Fredi verinnerlicht.

Leon ist zwar erst seit einem Jahr in der Ausbildung zum Bestatter, dennoch hat er jetzt schon einiges, was er anders als sein Vater machen möchte. Er selber meint, dass vor allem der technologische Aspekt etwas ist, womit Fredi noch seine Probleme hat. Leon hat da schon einen Plan, wie er das in der Zukunft anders machen würde.

Es gibt ein paar Dinge, die Leon anders machen würde, als sein Vater.

Die Ausbildung & Alltag

Durch die Vorerfahrungen von Fredi, konnte Leon mit einem großen Vorteil in die Ausbildung starten. Die Abläufe hinter einer Zeremonie oder auch der Aufwand, der hinter einer Bestattung steht, waren nicht neu für ihn.

Das Einzige, was ihn überrascht hat, war die Gebundenheit an die Bürokratie. Es war für ihn neu, dass auch ein Bestatter viel am Schreibtisch arbeiten muss und nicht nur bei den Zeremonien oder der Vorbereitung der Gräber involviert ist. Es gehört dazu, dass der Bestatter mit den nötigen Institutionen kommuniziert, um alles Notwendige für die Bestattung zu regeln.

Die Ausbildung zum Bestatter ist vielseitig. Leon hat zwar noch nicht alles gemacht, dennoch konnte er schon einiges ausprobieren und lernen. Er erklärt, welche Aufgaben er aktuell am liebsten macht und bei welchen er noch etwas Übung braucht.

Leon erklärt, wo er aktuell seine Stärken und Schwächen sieht.

Für die Zukunft hat Leon auch schon Pläne. Er sieht sich zukünftig in der Rolle eines Geschäftsführers eines Bestattungsunternehmens. Dort möchte er dann für sich auf eine gute Koordination der Mitarbeiter Wert legen, weil ihm das wichtig ist. Er möchte, dass sich die Mitarbeiter wohlfühlen und gerne zur Arbeit kommen. Vor allem sein aktueller Chef ist für ihn hierfür ein großes Vorbild.

Sein Plan steht fest. Leon weiß schon genau, was er in der Zukunft machen will.

Gedanken über Leben & Tod

Leon konnte aus seinem Beruf eine Lehre ziehen.
"Man hat gelernt, die Tage mehr zu schätzen, in denen man lebt."
Er hat für sich erkannt, dass die Zeit, die er hat, zu kostbar ist, als dass er sich wegen Kleinigkeiten aufregen sollte. Vor allem schätzt er die Zeit mit seinen Schwestern. Zwar können diese auch mal seine Nerven strapazieren, dennoch bleibt er ruhig und versucht, die Zeit mit ihnen zu genießen, weil sie ihm wichtig sind.

Ein Einsatz ist Leon besonders im Gedächtnis geblieben. Es handelte sich um einen Motorradunfall. Hierbei ist der Motorradfahrer frontal auf einen LKW gestoßen. Für Leon waren die Folgen dieses Unfalls erschreckend zu sehen, was bei so einem Unfall von der betroffenen Person übrig bleibt. Solche Einsätze bleiben einem Bestatter im Gedächtnis, weil sie einen prägen. Umsomehr schätzt Leon die Zeit, die er noch hat.

das fertige Grab

Leon ist dankbar für die Zeit, die er hat. Weil er weiß, dass es schnell vorbei sein kann.

Wie bereits erwähnt, ist Leon schon früh mit dem Thema Tod in Berührung gekommen. Deswegen ist er auch gefestigter im Umgang damit. Das einzige womit er sich nach der Arbeit beschäftigt sind höchstens die Pläne für den nächsten Tag. Zu Hause denkt er nicht mehr daran. Für ihn ist es wichtig, dass er sich nicht zu sehr mit dem Thema beschäftigt, um nicht in eine negative Spirale zu geraten.

Ein Blick in die Zukunft

Auch zukünftig hat Leon vor, in der Bestattungsbranche zu bleiben. Ebenfalls ist es für ihn auf keinen Fall abwegig, mit seinem Vater zusammenzuarbeiten. Er könnte sich gut vorstellen, dass sie gemeinsam arbeiten. So hatte es angefangen und so kann es auch weitergehen.

Auch in der Zukunft kann sich Leon vorstellen, mit seinem Vater zu arbeiten.